Beelitzer Spargelkönigin 2017 / 2018   Nicole Hahn

 

Zu Bodenschätzen hat Nicole Hahn schon durch ihre Herkunft eine enge Verbindung: Ihr Großvater und ihr Vater haben beide im Kali- und Salz-Bergbau gearbeitet, im thüringischen Werra-Tal nahe Bad Salzungen. Von dort stammt die junge Frau, die nun für ein weißes Gold der ganz anderen Art die Fahne hoch halten wird: Sie ist die neue Beelitzer Spargelkönigin.

Seit sechs Jahren lebt Nicole Hahn, die beruflich als Abteilungsdirektorin einer traditionsreichen Privatbank in Berlin arbeitet, in der Spargelstadt. Hier hat sie gemeinsam mit ihrem Mann, einem gebürtigen Seddiner, ein Haus gebaut und eine Familie gegründet. Sohn Maximilian ist jetzt anderthalb und Nicole ist schon gespannt, was er sagen wird, wenn er Mama das erste Mal in vollem Ornat sieht – mit prunkvollem Kleid und Diadem.

Die Familie ist für Nicole Hahn ein hohes Gut – „da sind sich die Brandenburger und die Thüringer ähnlich“. Generell würden Werte wie familiärer Zusammenhalt, aber auch Hilfsbereitschaft ganz augenscheinliche Gemeinsamkeiten beider Menschenschläge bilden – ebenso wie Bescheidenheit. „Man macht das Beste aus dem, was man hat, strebt nicht nach Unerreichbaren, nur um dann unglücklich zu werden“, konkretisiert die junge Frau und kommt zum Schluss. „Wir passen sehr gut zusammen.“

Und so fiel die Entscheidung, nach dem Studium in Glauchau und einer ersten beruflichen Station in Frankfurt (Main) nach Beelitz zu ziehen, auch nicht ganz so schwer. Die Anwartschaft auf die Spargelkrone war eine der Folgen des Umzugs gewesen: „Mein Mann und unsere Freunde aus Beelitz haben mir schon vor Jahren dazu geraten, als Chance, um in der Stadt anzukommen, hier Wurzeln zu schlagen“, verrät Nicole Hahn. Erst jetzt, nach der Familiengründung, ergab sich die Gelegenheit dazu. Und nachdem die Tragweite dieser Entscheidung mit den Lieben und nicht zuletzt dem Arbeitgeber erörtert wurde, reichte sie die Bewerbung ein.

„Angekommen“ ist Nicole Hahn zwar längst in Beelitz, aber das Amt der Spargelkönigin hat nach wie vor einen großen Reiz für sie. „Ich freue mich riesig auf das Jahr und auf die vielen Begegnungen, nicht zuletzt mit den Kindern. Und darauf, meine eigene Begeisterung auch nach außen zu tragen.“ Denn was die Beelitzer Spargelbauern in den Jahren seit der Wende aufgebaut haben, verdiene Hochachtung. Seit längerem hat sie beruflich viel mit der Landwirtschaft zu tun, berät Betriebe in Sachen Vermögensbildung und –entwicklung. „Wenn ich auch den Alltag auf den Höfen erlebe, kann das nur hilfreich sein.“

Dass der Terminkalender vor allem in den kommenden Monaten voll wird, darauf hat sich Nicole eingestellt. „Ein persönlicher Höhepunkt wird wieder das Spargelfest: Es ist einfach toll, was die Stadt da auf die Beine stellt und wie viele Menschen dadurch begeistert werden“, erklärt sie. „Aber auch auf die Hoffeste freue ich mich sehr und werde sicher das ein oder andere Mal meine Familie dabei haben.“ Die lauert übrigens schon auf den ersten Spargel, den es im Hause Hahn wohl wieder vor allem klassisch mit Schnitzel und brauner Butter geben wird. „Das essen meine Männer am liebsten – obwohl ich gern auch mal neue Rezepte ausprobiere.“


Der erste offizielle Auftritt steht indes bereits in der kommenden Woche an – zum Saisonauftakt am 11. April auf dem Jakobs-Hof in Beelitz. Dann wird Nicole Hahn zu Spargelmesser und Korb greifen und – wie schon Generationen in ihrer Familie zuvor – einen kostbaren weißen Bodenschatz ans Tageslicht fördern.

 

Text Thomas Lähns - Pressesprecher der Stadt Beelitz